März 14, 2009

Late-Night-Snack

Manchmal möchte ich diesen ganzen Zauberstaub vom Fußboden einfach nur aufheben und mit einem Lachen in die Luft wirbeln und dann tanze ich in den glänzenden Wolken und werde davon niemals müde. Jede Minute Schlaf will ich mir sparen, jeden Hunger vertreiben und jedes Muss lassen. Nur das Atmen noch. Denn mindestens alles, was ich aufgenommen habe, möchte ich wieder freilassen, für alle anderen, die es auch einatmen möchten. All die buntgefärbten Farben, die frohgetanzten Tänze und die wunderhaften Zaubereien.

März 14, 2009

5. März 2009, 22:37 Uhr, Nachtrag

Gerade höre ich nur die Autos, die auf der nassen Straße und über die Brücke vor meinem Fenster fahren. Ab und zu mischt sich ein Regentropfen dazwischen, der auf einen Dachziegel von meinem halb geöffneten Fenster platscht.

platsch.

zischschsch.

zischschsch.

platsch. platsch.

Ich bin so still, dass man mich nicht hören kann und mein Blick ist so starr, dass meine Augen das Eingefangene nicht wahrnehmen. Ich denke darüber nach, wie sich das Knistern einer Zigarette anhören würde, wenn man daran zieht und ich beschließe, dass es mir gefallen würde. Also, rauche ich eine.

März 14, 2009

Kartoffeln mit Quark. Mittwoch. Großes Bett unterm Dachfenster. Die Sonne scheint.

Wie das Leben so spielt. In manchen Momentan kann man aus solch banalen Angaben eine kleine Zeit-Raum-Konservierung vornehmen, um diese zumindest als Atmosphäre für die Länge des Textes festzuhalten. Und genau das ist es, was mich nicht davon abhält, diesen Eintrag vom 18. Februar 2009 jetzt noch online zu stellen.

Gerade bastle ich mir ein Zuhause. Die Möbelendpositionen sind erreicht, nun geht es den Kisten an den Kragen. Denn überhaupt ist ein Zuhause der Grundstein jeder Kreativität. Ob man sich nun dort befindet oder mit der Zahnbürste in der Welt umhergeht. Ein Zuhause, ein Ort, wo alles ist, was man ist, das ist der beruhigende Grundgedanke. Da hat man die Möglichkeit, wieder wohin gehen zu können, wo alles steht und nichts wackelt, wenn Gedanken zu wild durcheinander fliegen, wenn Skizzengebäude einstürzen und Papierflieger zu schnell vom Wind fort getragen werden. Angenehm, sehr angenehm.

Februar 1, 2009

Ein leeres Papier ist ganz schön verlockend. Es bietet so viel Platz um sich auszubreiten, um irgendwas Neues darauf zu bringen.

Es ist der 1. Februar 2009. Ich habe keine Ahnung, wer meine Adressaten sind, an die dieser Artikel gerichtet ist oder ob es am Ende doch nur ein Tagebucheintrag bleibt. Wie es ist, ich möchte berichten. Zuerst von den Kartoffelscheiben, die ich mir soeben in Kräuterbutter angebraten und dann auf frischem Salat verspeist habe. Kochen macht glücklich und wenn es mal etwas anderes als Nudeln ist, noch viel mehr. Ich habe mich also für einige Minuten aus dem typischen Studentenessenritual katapultiert und meinen Magen und die Rezeptoren meiner Glückshormone zufrieden gestellt.

Sturm im Kopf

Sekunde, erstmal ein koffeinhaltiges Heißgetränk für die bessere Bündelung der Konzentration. Um was geht’s hier denn eigentlich? Gute Frage. Meine spontane Antwort ist genauso simple wie komplex. Es geht um alles oder nichts. Zumindest für mich und zumindest für jetzt. Es geht um Ideen im Kopf, die man schon als Kind hatte, Bruchstücke, die nie einen Zusammenhang hatten, aber immer präsent waren und irgendwo herkamen. Und um bestimmte Entscheidungen die man auf seinem Weg getroffen und ganz aktuelle Impulse die man bekommen hat. Und am Schluss darum, dass einem auffällt, dass all das Puzzleteile sein müssen, weil sie zueinander passen und sich nicht ausschließen oder löschen. Und dann, dann wird man nervös.

Ich bin nervös.

Noch was?

Ja, in der Tat. Ich studiere. Dafür hab ich meinen Wohnort gewechselt und bin im Oktober 2007 aus meiner Heimatstadt Leipzig nach Mannheim gezogen. Ganz schön viele Emotionen haben diese Zeit begleitet und es nicht einfach gemacht, aber gerade denke ich, dass es wie glücklicherweise auch schon andere Entscheidungen, eine richtige war. Danke an mein Bauchgefühl und meine Neugier. Mittlerweile bin ich bereits 24 Jahre alt, was darauf schließen lässt, dass sich zwischen Abitur 2003 und heute irgendwas ereignet haben muss. Ich nicke. Aber dazu später, gerade möchte ich lieber in der Gegenwart herumspazieren.

Und jetzt noch mal genau, warum eigentlich?

Na klar, berechtigte Anmerkung. Hauptsächlich zur Dokumentation könnte ich mir vorstellen. Zur Kanalisierung, um in Bewegung zu bleiben und den Antrieb nicht zu verlieren. Für Feedback, für Gleichgesinnte, für Kritiker. Zusammengefasst für euch da draußen und mich hier drinnen. Gedanken lassen sich für mich einfach besser sortieren und mit euch teilen, wenn sie aufgeschrieben sind.

Was will der Autor mir damit sagen?

Ich habe viele Ideen im Kopf und ich möchte damit etwas anfangen und sie nicht als Unsinn abstempeln. Ich möchte eine Unternehmung gründen, um die Welt reisen, dabei viele Menschen kennen lernen und etwas Großes schaffen. Mein Beweggrund ist relativ einfach. Ich habe festgestellt, dass es nur eine Möglichkeit gibt, aus tiefem Herzen glücklich zu sein. Man muss seinen Weg gehen. Und wenn du jetzt an dieser Stelle bist, dann bin ich wieder ein Stückchen gegangen.